Wenn Sie einen generalüberholten Computer kaufen – sei es ein ThinkPad, ein EliteBook oder ein Surface –, ist das Gerät typischerweise ab dem ersten Tag einsatzbereit. Windows ist installiert, aktualisiert und aktiviert. Doch eines übersehen viele neue Besitzer: den Computer richtig abzusichern. Und hier ist die gute Nachricht: Sie müssen überhaupt nicht für Antivirensoftware von Drittanbietern bezahlen. Windows Defender, das heute offiziell Microsoft Defender Antivirus heißt, ist eine vollwertige Sicherheitslösung, die kostenlos mit Windows 10 und 11 geliefert wird. Sie müssen nur wissen, wie Sie sie richtig verwenden.
Was ist Windows Defender – und ist es gut genug?
Windows Defender ist Microsofts eigenes Antiviren- und Antimalwareprogramm, das direkt in Windows integriert ist. Es hatte früher einen schlechten Ruf als halbherzige Lösung, aber in den letzten Jahren haben unabhängige Sicherheitslabore ihm durchweg Bestnoten verliehen – gleichauf mit kostenpflichtigen Lösungen von Norton, Kaspersky und McAfee.
Der Unterschied zwischen dem, wofür Sie glauben, bezahlen zu müssen, und dem, was Sie tatsächlich bereits haben, kann Ihnen 300-500 DKK pro Jahr sparen. Bei einem generalüberholten Computer, bei dem Sie im Vergleich zu einem Neugerät bereits Tausende von Kronen sparen, ist es ein zusätzlicher Vorteil, eine erstklassige Sicherheitslösung ohne zusätzliche Kosten zu haben.
So überprüfen Sie, ob Windows Defender aktiv ist
Der erste Schritt besteht darin zu überprüfen, ob Windows Defender auf Ihrem Gerät tatsächlich ausgeführt wird. Befolgen Sie diese Schritte:
- Klicken Sie auf Start und suchen Sie nach Windows-Sicherheit.
- Öffnen Sie die App und überprüfen Sie, ob alle Schilde ein grünes Häkchen anzeigen.
- Klicken Sie auf Viren- und Bedrohungsschutz und bestätigen Sie, dass der Echtzeitschutz aktiviert ist.
- Klicken Sie unter Updates für Viren- und Bedrohungsschutz auf Nach Updates suchen, um sicherzustellen, dass die Definitionen aktuell sind.
Wenn Sie zuvor eine Antivirensoftware eines Drittanbieters installiert haben (z. B. eine mitgelieferte Testversion), kann diese Defender automatisch deaktiviert haben. Deinstallieren Sie sie, und Defender wird sich innerhalb weniger Minuten selbst reaktivieren.
Führen Sie einen manuellen Scan durch – und wann Sie dies tun sollten
Windows Defender scannt Dateien automatisch im Hintergrund, aber es ist eine gute Praxis, regelmäßig einen vollständigen Scan durchzuführen – insbesondere in diesen Situationen:
- Wenn Sie einen (generalüberholten) Computer zum ersten Mal verwenden
- Nachdem Sie Dateien von einer unbekannten Quelle heruntergeladen haben
- Wenn der Computer plötzlich langsamer als normal erscheint
- Wenn Sie einen USB-Stick von einer anderen Person angeschlossen haben
- Nachdem ein Kollege oder Familienmitglied das Gerät ausgeliehen hat
Um einen vollständigen Scan zu starten: Gehen Sie zu Windows-Sicherheit → Viren- und Bedrohungsschutz → Scanoptionen → Vollständige Überprüfung → Jetzt scannen. Ein vollständiger Scan kann 30-60 Minuten dauern, läuft aber im Hintergrund, sodass Sie währenddessen weiterarbeiten können.
SmartScreen, Firewall und Ransomware-Schutz
Windows Defender ist mehr als nur Antivirensoftware. In der Windows-Sicherheits-App finden Sie eine Reihe zusätzlicher Ebenen, die viele vergessen zu aktivieren:
Die Microsoft Defender Firewall steuert, welche Apps über das Netzwerk kommunizieren dürfen. Sie ist standardmäßig aktiviert – lassen Sie sie aktiviert. Wenn Sie einen Port für ein bestimmtes Programm öffnen müssen, können Sie dies manuell unter Firewall- und Netzwerkschutz → Erweiterte Einstellungen tun.
SmartScreen warnt Sie, wenn Sie eine verdächtige Website besuchen oder eine unbekannte Datei herunterladen möchten. Aktivieren Sie es unter App- und Browsersteuerung → Einstellungen für den reputationsbasierten Schutz.
Der Ransomware-Schutz (Kontrollierter Ordnerzugriff) ist standardmäßig deaktiviert, aber es lohnt sich sehr, ihn einzuschalten. Er verhindert, dass nicht autorisierte Programme Dateien in Ihren wichtigsten Ordnern ändern. Sie finden ihn unter Viren- und Bedrohungsschutz → Ransomware-Schutz → Ransomware-Schutz verwalten.
Drei gute Gewohnheiten, die Defender noch effektiver machen
Selbst die beste Sicherheitssoftware ist nur so gut wie die Gewohnheiten, die sie ergänzen. Hier sind drei einfache Routinen, die Ihr gesamtes Sicherheitsniveau erheblich verbessern:
- Halten Sie Windows auf dem neuesten Stand. Gehen Sie zu Einstellungen → Windows Update und aktivieren Sie automatische Updates. Sicherheitskorrekturen für Windows werden typischerweise am zweiten Dienstag im Monat – dem Patch Tuesday – bereitgestellt.
- Verwenden Sie einzigartige Passwörter. Eine Antivirensoftware kann Sie nicht retten, wenn Ihr Passwort 123456 lautet. Verwenden Sie die kostenlose Edge-Passwortverwaltung von Microsoft oder ein spezielles Programm wie Bitwarden.
- Erstellen Sie regelmäßig Sicherungen. Die integrierte Sicherungsfunktion von Windows (oder OneDrive) stellt sicher, dass Sie selbst im unwahrscheinlichen Fall eines Angriffs keine Daten verlieren. Der Ransomware-Schutz hilft, aber ein externes Backup ist die ultimative Absicherung.
Ein generalüberholter Computer von Green Heroes ist vom ersten Tag an sicher einsatzbereit – und mit richtig konfiguriertem Windows Defender verfügen Sie über eine robuste, kostenlose Sicherheitsplattform, die mit kostenpflichtigen Alternativen mithalten kann. Sie sparen Geld bei der Hardware und bei der Software.
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