Refurbished Computer wie ThinkPads und EliteBooks sind nicht nur eine kluge Wahl für die Umwelt und den Geldbeutel – sie sind auch leistungsstarke Maschinen, die professionelle Entwicklungstools problemlos bewältigen können. Wenn Sie gerade einen gebrauchten Windows-Computer erhalten haben und neugierig auf die Möglichkeiten der Befehlszeile sind, sind Windows Terminal und PowerShell der perfekte Ausgangspunkt. In diesem Leitfaden führen wir Sie durch die wichtigsten Schritte, damit Sie als Anfänger gut starten können.
Was ist Windows Terminal und PowerShell?
Windows Terminal ist Microsofts moderne Terminal-Anwendung, die mehrere Befehlszeilenumgebungen an einem Ort vereint: PowerShell, die Eingabeaufforderung (cmd.exe) und Windows Subsystem for Linux (WSL). Sie ersetzt die alte, schwerfällige Eingabeaufforderung durch eine schnelle, anpassbare Oberfläche mit Tabs, Themen und Unicode-Unterstützung.
PowerShell selbst ist die Befehlssprache – eine leistungsstarke Skripting-Umgebung, die auf .NET basiert. Während die klassische Eingabeaufforderung nur einfache Textbefehle versteht, arbeitet PowerShell mit Objekten, was eine viel größere Flexibilität für Automatisierung und Systemverwaltung bietet. Für Anfänger ist dies der beste Einstieg in die Windows-Befehlszeile.
So installieren und öffnen Sie Windows Terminal
Unter Windows 11 ist Windows Terminal bereits standardmäßig installiert. Unter Windows 10 können Sie es kostenlos aus dem Microsoft Store herunterladen. Suchen Sie einfach nach „Windows Terminal“ und klicken Sie auf Installieren.
Nach der Installation öffnen Sie es schnell durch:
- Drücken von Windows + X und Auswahl von „Windows Terminal“ oder „Windows Terminal (Admin)“
- Suchen nach „Terminal“ im Startmenü
- Rechtsklick auf den Desktop und Auswahl von „In Terminal öffnen“ (Windows 11)
Standardmäßig öffnet Terminal mit PowerShell als aktivem Profil, was genau das ist, was wir verwenden möchten.
Die ersten PowerShell-Befehle, die Sie kennen sollten
PowerShell verwendet sogenannte Cmdlets – Befehle mit einer festen Namensstruktur in der Form Verb-Nomen. Das macht sie leicht zu merken, sobald man das Muster kennt. Hier sind ein paar essentielle Befehle für den Anfang:
-
Get-Location– zeigt den aktuellen Ordner an (ähnlich wiepwdunter Linux/Mac) -
Set-Location C:\Benutzer\IhrName\Dokumente– wechselt den Ordner (Abkürzung:cd) -
Get-ChildItem– listet die Dateien im aktuellen Ordner auf (Abkürzung:lsoderdir) -
New-Item -ItemType File -Name meineDatei.txt– erstellt eine neue Datei -
Remove-Item meineDatei.txt– löscht eine Datei -
Get-Help Get-ChildItem– zeigt Hilfe zu einem bestimmten Befehl an
Ein guter Tipp: Drücken Sie die Tab-Taste, um Befehle und Pfade automatisch zu vervollständigen. PowerShell ist nicht case-sensitiv, daher funktioniert get-childitem genauso gut wie Get-ChildItem.
Windows Terminal für den täglichen Gebrauch anpassen
Einer der großen Vorteile von Windows Terminal ist, wie einfach es ist, es an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Öffnen Sie die Einstellungen mit Strg + , (Komma). Hier können Sie:
- Ein dunkles oder helles Farbschema wählen (z.B. „One Half Dark“ oder „Solarized Dark“)
- PowerShell als Standardprofil festlegen
- Schriftart und -größe anpassen – probieren Sie „Cascadia Code“, das Microsoft speziell für die Terminalnutzung mit Unterstützung für Programmiersymbole entwickelt hat
- Den „Acryl-Hintergrund“ für einen leicht transparenten Hintergrundeffekt aktivieren
Sie können auch mehrere Registerkarten mit Strg + Umschalt + T öffnen und das Fenster mit Alt + Umschalt + - (horizontal) oder Alt + Umschalt + + (vertikal) in zwei Bereiche aufteilen. Das macht es einfach, mit mehreren Befehlen gleichzeitig zu arbeiten.
Schreiben Sie Ihr erstes PowerShell-Skript
Wenn Sie sich mit einzelnen Befehlen vertraut gemacht haben, besteht der nächste Schritt darin, sie als Skripte zu speichern – Textdateien mit der Dateiendung .ps1. Ein einfaches Skript kann beispielsweise einen Ordner aufräumen oder Dateien automatisch sichern.
Erstellen Sie die Datei im Terminal mit dem Befehl New-Item -ItemType File -Name meinSkript.ps1 und öffnen Sie sie im Editor mit notepad meinSkript.ps1. Schreiben Sie Ihre Befehle, speichern Sie die Datei und führen Sie das Skript mit .\meinSkript.ps1 aus.
Hinweis: Windows blockiert standardmäßig die Ausführung von Skripten aus Sicherheitsgründen. Führen Sie diesen Befehl aus, um lokale Skripte zuzulassen (erfordert Administratorrechte):
Set-ExecutionPolicy RemoteSigned -Scope CurrentUser
Mit dieser Einstellung können Sie selbst geschriebene Skripte ausführen, während aus dem Internet heruntergeladene Skripte weiterhin eine digitale Signatur erfordern.
Die nächsten Schritte auf Ihrer PowerShell-Reise
Sie sind nun gut gerüstet, um Windows Terminal und PowerShell im Alltag zu nutzen. Beginnen Sie damit, kleine Aufgaben zu automatisieren – zum Beispiel ein tägliches Backup, die Organisation des Download-Ordners oder das Abrufen von Systeminformationen. Wenn Sie sich sicherer fühlen, können Sie sich in Themen wie Schleifen, bedingte Ausdrücke und Module aus der PowerShell Gallery vertiefen.
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